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Volles
Haus zum Weihnukka
Integrationsverein
Schtetl
verbindet unterschiedliche Kulturen
Am
vierten Adventssonntag kamen
besonders viele Schöneicher zur Chanukka-Feier. Das stimmt
einen
froh in Zeiten, in denen sich das Miteinander von Menschen
unterschiedlicher Kulturen vielerorts weniger friedlich gestaltet.
Offensichtlich wurde das Thema unseres Festes, "Weihnukka", richtig
verstanden. Weihnachten und Chanukka lagen dieses Mal zeitlich sehr
dicht beieinander. Deshalb bot es sich an, beides gemeinsam zu feiern.
Außerdem vertragen sich die Bräuche des christlichen
und des
jüdischen Festes so gut, dass die jüdischen
Künstler des
Schtetls mit größter Selbstverständlichkeit
und viel
Freude auch die Bräuche des christlichen Weihnachtsfestes
darstellten.
Zugegeben, für den künstlerischen Leiter des Vereins,
Michail
Milmeyster, ist es nicht leicht, sich seit mehr als zehn Jahren immer
wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Aber eben darin liegt die
große Herausforderung, der er sich mit seinem Ideenreichtum
und
seinem vielseitigen künstlerischen Können erfolgreich
stellt.
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Teil
1: Chanukkafeier
Für
dieses Fest hatte Michail Milmeyster die zuvor von Herbert
Küstner erzählte Geschichte des Chanukka-Festes in
Form einer
Bilderserie illustriert und ließ sie auf einer
großen Papierrolle vor den
Augen der Besucher ablaufen:
Der
entweihte Tempel – Der jüdische
Volksaufstand – Das Ölwunder
– Jährliches Gedenken


Dazu
ertönte Klezmermusik,
gespielt von der Alexander-Siegbaum-Band
mit
Sascha Siegbaum (Geige),
Simon
Barlas (Trompete),
Guido
Raschke
(Klavier).
Das
war ein Genuss
für
alle Sinne.
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Teil
2: Weihnachtsfeier
Hier
wurde die Koljada lebendig, das westukrainische,
weißrussische und russische Brauchtum des
Weihnachtsvorabends.
Dazu gehört, bevor die Christgeburt gefeiert werden
kann, die
Austreibung der Teufel aus dem Haus. Mit Schwung und Vehemenz
vollführte das die Theatergruppe des Schtetls.
Für
die Weihnachtsgeschichte
stammte die Nachbildung des legendären Stalls
von Bethlehem aus der Werkstatt von Michail Milmeyster.
Begleitet auf
selbstgebautem Instrument, füllten die Stimmen Michail
Milmeysters und der beiden Gastsängerinnen
– Tatjana Perowa und Veronika
Kruglowa – den Saal mit Weihnachtsliedern aus der Ukraine.
Nach
den erwachsenen Künstlern kamen die Kinder der Besucher auf
die Bühne. Jeder sang, sagte auf – in Deutsch oder
Russisch
–, spielte Klavier, was er konnte, bevor der Weihnachtsmann
Ded
Moros mit seiner Gehilfin Snegurotschka Geschenke verteilte. Hierbei
gab es sehr anrührende Momente.
Erwähnung verdient auch das reichhaltige Büfett mit
sehr
schmackhaften Spezialitäten, die von den Frauen des Schtetls
in
bewährter Weise zubereitet wurden und mit für eine
gute
Stimmung sorgten.
Zahlreiche Besucher meinten, es war ein rundum gelungenes Fest.
Der Integrationsverein Schtetl dankt allen, die zum Gelingen dieses
Festes beigetragen haben.
Irene
und Peter
Dehmel, Herbert Küstner
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